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Archiv für Mai 2010

App-Test: wetter.info

Bei „wetter.info“ handelt es sich um eine Wetter-App, die von der Deutschen Telekom finanziert wird. Die lässt es sich natürlich nicht nehmen ihr Logo in der App zu platzieren. Aber dass diese App keine Hobby-Entwicklung ist, sondern der „rosa Riese“ dahintersteht, merkt man auch deutlich an der Qualität. Dazu mehr im folgenden Test.

Funktion

Der Funktionsumfang dieser App ist sehr gut. Sie bietet vier Hauptfunktionen:

  • Meine Orte
  • Karten
  • Niederschlag
  • Videos

Meine Orte

Der Startbildschirm der App. Hier wird die Tagesvorhersage für die vom Benutzer festgelegten Orte angezeigt. Durch wischen über das Display lassen sie sich „durchblättern“. Tippt man auf “Vorhersage“, so bekommt man zum jeweiligen Ort die Wettervorhersage für die nächsten Tage. Wird in dieser Liste ein Tag oder eine Tageszeit angetippt, zeigt die App zusätzliche Informationen, wie Niederschlagsrisiko, Niederschlag und Windgeschwindigkeit. Drückt man die Menü-Taste, kann im angezeigten Menü ein Ort hinzugefügt oder entfernt werden.

Karten

Im Menüpunkt „Karten“ kann der Benutzer mehrere Wetterkarten verschiedener Länder auswählen und sich dort die Höchst- und Tiefsttemperaturen für Heute, Morgen und Übermorgen anzeigen lassen.

Niederschlag

Wählt man im Menü „Niederschlag“ aus so bekommt man eine Deutschlandkarte mit den letzten sieben Bildern des Niederschlagsradars, die alle 15 Minuten aktualisiert werden. Die Bilder laufen als Animation, können aber auch einzeln ausgewählt werden. Tippt man auf die Karte, lässt sich „Prognose“ auswählen und man bekommt die Radar-Vorhersage für den aktuellen Tag – wahlweise wieder als Animation oder Einzelbilder. In dieser Ansicht lässt sich der Bildausschnitt auch vergrößern und verschieben.

Videos

Wem das noch nicht reicht, der kann im Menüpunkt „Videos“ zwischen mehreren Videos auswählen, die ähnlich zur Wettervorhersage im Fernsehen sind, teilweise aber auch etwas spezieller. Die Videos werden, wie gewohnt, im Videoplayer von Android abgespielt.

Benutzeroberfläche

Die Benutzeroberfläche ist durchdacht und wirkt immer aufgeräumt und übersichtlich. Die Schaltflächen sind logisch angeordnet und somit ist die App intuitiv und einfach zu bedienen. Alle Hauptfunktionen der App sind immer über die Menü-Taste zu erreichen und nicht kompliziert ineinander verschachtelt. So verliert der Benutzer nie den Überblick. Die Icons sind gut platziert, sofort erkennbar und eindeutig. Optisch „aufpoliert“ wird die App durch einige sehr gute Animationen, z.B. beim „durchblättern“ der Orte.

Performance

Die App startet schnell und reagiert auf alle Eingaben ohne Verzögerung. Die Ladezeiten für anspruchsvollere Dinge wie das Wetterradar sind selbst bei einer schlechten Verbindung noch in Ordnung. Für das problemlose Abspielen der Videos sollte es allerdings schon eine schnelle Mobilfunk- oder WLAN-Verbindung sein. Auf meinem G1 lief die App immer stabil und ohne Abstürze.

Pro

  • Funktionsumfang
  • intuitiv bedienbar
  • schnell
  • stabil

Contra

  • manche Funktionen (bisher) nur für Deutschland

Fazit

Wieder einmal steht ein großer Name hinter einer großartigen App. Die Telekom zeigt mit dieser App was alles machbar ist und setzt auch in Sachen Benutzeroberfläche und Performance Maßstäbe für andere Apps.

Screenshots

Die Vorhersage für den heutigen TagDie Vorhersage für die nächsten TageDie typische Wetterkarte für DeutschlandDie aktuellen Bilder des NiederschlagsradarsEine Niederschlagsprognose anhand des Radar-BildesDie Videos und das Hauptmenü

“Alles Farbe oder was?”: Farbton/Sättigung

Ein wichtiges Werkzeug für die nachträgliche Bearbeitung der Farben eines Bildes in Photoshop ist die Farbton- und Sättigungseinstellung. Damit kann der Farbton des gesamten Farbbereichs oder der eines Teils davon individuell angepasst werden. Zusätzlich kann darüber auch ganz leicht die Sättigung und die Färbung eins Bildes geändert werden. Das will ich an diesem Bild demonstrieren.

Das Ausgangsbild für die weitere Bearbeitung

Das Ausgangsbild

Zuerst muss man das entsprechende Fenster in Photoshop aufrufen. Das geht über: „Bild → Korrekturen → Farbton/Sättigung“. Danach öffnet sich standardmäßig folgendes Fenster.

Standardmäßig sieht das Fenster so aus

Standardmäßig sieht das Fenster so aus

Das Hauptelement dieses Fensters sind die drei Schieberegler, mit denen die Einstellungen verändert werden können. Der oberste verändert den Farbton, d.h. jedem alten Farbwert im Bild wird ein neuer zugeordnet. Das wird nicht für jeden Wert einzeln gemacht, sondern es wird einfach die Farbskala verschoben. Am unteren Rand des Fensters befinden sich zwei dieser Farbskalen. Die obere von beiden steht für die Farben im Ausgangsbild, die untere für die Farben im veränderten Bild. Steht der Farbtonregler auf „0“ wird nichts geändert und beide Skalen sind genau gleich.

Verschiebt man jetzt den Regler, so ändert sich auch die untere Skala gegenüber der oberen. Das bedeutet, dass eine Farbe der oberen Skala jetzt durch die Farbe ersetzt wird die direkt darunter in der unteren Skala zu sehen ist. Schauen wir uns dazu ein Beispiel an.

Hier wird der Farbton des Bildes geändert

Hier wird der Farbton des Bildes geändert

Ich habe den Farbton um etwa eine der sechs Hauptfarben hier verschoben. Das heißt, Rot wird jetzt zu Gelb, Gelb wird zu Grün, usw. Genauso sollten jetzt die blauen Elemente im Bild wie z.B. die Stühle, die Tür und das Meer jetzt lila gefärbt sein.

Die Farbtonänderung ist deutlich sichtbar

Die Farbtonänderung ist deutlich sichtbar

Diese Änderung des Farbtons macht hier nicht besonders viel Sinn, da das Bild sofort sehr unrealistisch aussieht – außer das ist so gewollt. Aber es wird gut erkennbar, wie sich die Farbtonänderung auf das Bild auswirkt.

Es muss allerdings nicht immer die gesamte Farbskala verschoben werden, sondern man kann gezielt nur einen Teilbereich verändern. Ich mache jetzt meine Änderung rückgängig und versuche die Sitzfläche des Stuhls im Bild beispielsweise grün einzufärben.

Dazu wähle ich im Drop-down-Menü oberhalb der drei Regler die Farbe aus die ich ändern will, in diesem Fall die Rottöne.

Hier sind die Rottöne ausgewählt

Hier sind die Rottöne ausgewählt

Durch Verschieben der angezeigten Begrenzungen lässt sich die Auswahl noch verändern. Geändert wird hauptsächlich die Farbe zwischen den inneren Begrenzungen. Der Bereich zwischen der inneren und äußeren Begrenzung dient als Übergang zur ursprünglichen Farbskala. Durch verschieben der äußeren Begrenzungen lässt sich der Übergangsbereich vergrößern oder verkleinern.

Der Farbbereich lässt sich auch mit Hilfe der Pipette direkt im Bild auswählen.

Mit „Pipette + “ kann der Bereich dann noch um zusätzliche Farbtöne erweitert werden.

Mit „Pipette – “ können Farbtöne aus der Auswahl herausgenommen werden.

Ich erweitere also meine Auswahl der Rottöne und verschiebe dann den Regler „Farbton“ bis zum gewünschten Ergebnis, in meinem Fall also grün.

Das vergrößerte AusgangsbildDie umgefärbte Sitzfläche

Wie man erkennen kann bleiben die anderen Farben im Bild unangetastet. Die Farbänderung wirkt sich nur auf den Farbbereich aus, der vorher ausgewählt wurde.

Das Farbtonfenster bietet zudem noch die Option „Färben“ an. Dabei wird das Bild mit einer wählbaren Farbfläche überlagert und somit eingefärbt. Das möchte ich auch wieder an diesem Bild demonstrieren. Ich mache meine Einstellung also wieder Rückgängig, und setze einen Haken vor „Färbung“und ziehe den Farbton-Regler auf die gewünschte Farbe, z.B. Rot.

Das Bild wird rot eingefärbt

Das Bild wird rot eingefärbt

Die Intensität der Färbung lässt sich mit dem Regler „Sättigung“ einstellen und bei Bedarf kann auch die Helligkeit des Bildes mit dem entsprechenden Regler verändert werden.

Das rot gefärbte Bild

Das rot gefärbte Bild

Mit diesen Funktionen wird das „Farbton/Sättigung“-Fenster für die Änderung von Farben sehr wichtig. Mit ihm sind einfache Färbungen oder Entsättigen genauso möglich wie komplexe Änderung einzelner Farben. Wie viele andere Einstellungen lässt sich diese natürlich auch als Einstellungsebene anwenden. Das ist wichtig bei der non-destruktiven Bildbearbeitung oder immer dann, wenn sich die Änderung nur auf einzelne Bildbereiche oder Ebenen auswirken soll.

“Die Kurve kriegen”: Gradationskurve

Wenn es um die Bearbeitung von Helligkeit und Kontrast eines Bildes geht, ist die Gradationskurve eines der wichtigsten Werkzeuge. Mit ihr hat der Nutzer die Möglichkeit nicht nur das Histogramm zu dehnen oder zu verschieben, sondern er kann alle Ausgangstonwerte individuell neuen Werten zuordnen. So können z.B. auch eventuelle „Lücken“ im Histogramm geschlossen werden ohne dass die restlichen Werte zu stark beeinflusst werden. Wie genau die Gradationskurve funktioniert möchte ich nun genauer erklären.

Wählt man in Photoshop „Bild –> Korrekturen –> Gradationskurven“ so öffnet sich folgendes Fenster.

So sieht das Gradationskurven-Fenster in Photoshop aus

Gradationskurven in Photoshop

Die Skala unter dem angezeigten Quadrat steht für die Helligkeitswerte im Ausgangsbild, die Skala links für die Werte des neu berechneten Bildes. Wird keine Änderung vorgenommen, werden die ursprünglichen Helligkeitswerte 1:1 übernommen und die Gradationskurve ist eine Diagonale von links unten nach rechts oben. Wird diese jetzt verändert, dann ändert sich auch die Zuordnung der Helligkeitswerte und bestimmte Bereiche im Bild werden heller oder dunkler. Schauen wir uns das an einem Beispiel an.

ein Bild mit wenig KontrastHistogramm vor der Anpassung

Das gezeigte Bild hat – wie man auch am schmalen Histogramm erkennen kann – sehr wenig Kontrast. Dieser lässt sich leicht  mit Hilfe der Gradationskurve verbessern. Um den Kontrast des Bildes zu erhöhen, müssen die hellen Werte noch heller und die dunklen Werte noch dunkler werden. Im Photoshop lässt sich die Gradationskurve einfach „verbiegen“. Durch klicken lassen sich auf ihr Punkte hinzufügen mit denen man die Krümmung verändern kann. In diesem Bild setzt man also erst einen Punkt in der Mitte, damit die Gradationskurve später eine Art „S“ ergibt. Danach setzt man einen weiteren Punkt bei den dunklen Helligkeitswerten und zieht diesen weiter nach unten. Dadurch werden sie noch dunkler. Nun setzt man noch einen Punkt bei den hellen Werten und zieht diesen weiter nach oben, damit sie noch heller werden.

Die angepasste Gradationskurve

Jetzt hat die Gradationskurve eine schön geschwungene „S“-Form und der Kontrast hat sich deutlich verbessert. Wird im Fenster „Gradationskurven“ jetzt der Haken bei „Vorschau“ gesetzt, lässt sich das Ergebnis gleich betrachten.

Das Bild hat nun deutlich mehr Kontrast. Das ist auch am deutlich gestreckten Histogramm erkennbar.

Photoshop bietet für die Gradationskurve viele zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten. Es gibt einige hilfreiche Voreinstellungen, die Möglichkeit Histogramm oder beschnittene Helligkeitsbereiche anzuzeigen und Automatikfunktionen wie z.B. Schwarz- und Weißpunkt-Pipette oder die völlig automatische Einstellung. Die Gradationskurve lässt sich auch für jeden Farbkanal separat einstellen, um beispielsweise einen Farbstich aus dem Bild zu entfernen.

Die Gradationskurve ist zwar zugegebenermaßen etwas schwer zu verstehen, aber die vielen Anpassungsmöglichkeiten machen sie zu einem absoluten Profi-Werkzeug, wenn es darum geht ein Bild nachträglich zu bearbeiten.